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Dieses Buch polarisiert und wird von Gegnern der Kirche stark abgelehnt. Es wird häufig gesagt, dass Joseph Smith einen Roman als Vorlage genommen habe und daraus eine religiöse Schrift erstellte. Andere Argumente sind, man brauche doch neben der Bibel gar kein Buch mehr, wieso sollte Gott ein weiteres Buch schicken etc.

Die Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage hingegen halten vehement an der Echtheit dieses Buches fest und betonen dessen göttliche Inspiration. Das Buch Mormon wendet sich nicht gegen die Bibel, sondern ganz im Gegenteil bestätigt es die Lehren von Christus. Es ist ein weiterer Zeuge für Jesus Christus.

So oder so ist das Buch lesenswert und ich kann mir persönlich nicht vorstellen, dass sich jemand die Mühe macht, eine derart komplexe Geschichte zu erfinden und aufzuschreiben (lassen). Die Bibel besteht ja auch aus verschiedenen Briefen, welche von irgendjemandem (kath. Kirchenführer) mal zusammengestellt wurden. Einige wurden akzeptiert, andere wiederum nicht (z.Bsp. das Thomasevangelium). Wer sagt, dass die Auflistung korrekt und vollständig ist ? Im Prinzip niemand. Selbst heute gibt es noch Differenzen, die Katholiken anerkennen die Apokryphen als Heilige Schrift, die Protestanten hingegen nicht.

...durch die Macht des Heiligen Geistes könnt ihr von allem wissen, ob es wahr ist.
Moroni 10:5

Menschen sind, damit sie Freude haben können.
2. Nephi 2:25

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Die Geschichte des Buches

Gemäss der mormonischen Lehre wurde das Buch von Propheten in der biblischen Zeit geschrieben. Diese ritzten die Worte in Messingplatten ein, welche wie ein Ordner zusammengeringt waren.

Im Jahre 600 vor Christus emigrierte der Prophet Lehi und seine Frau Sariah sowie deren Kinder von Israel über den Ozean nach Amerika. Dort begannen sie eine Zivilisation aufzubauen und spalteten sich aber bald in zwei Gruppen. Die fortschrittlichere war hellhäutig und glaubte fest an den Gott Israels und die heiligen hebräischen Schriften. Sie wurden gemäss ihrem Anführer "Nephiten" genannt. Die weniger fortschrittlichen wurden "Lamaniten" genannt und bekamen wegen eines Fluches von Gott eine dunkle Hautfarbe.


Etwa 200 vor Christus trafen die Nephiten auf der Suche nach Land die Mulekiten, welche ebenfalls streng gläubig waren. Sie vereinigten sich unter der Herrschaft des nephitischen Königs Mosiah. Die bildende Kunst erreichte einen hohen Standart und die Wissenschaft machte beachtliche Fortschritte. Im religiösen Bereich erzielten die Nephiten beachtliche Fortschritte, sie bauten Tempel und hatten gläubige, rechtschaffene Propheten. Nephi war zum Beispiel einer der vortrefflichsten und und charaktervollsten Männer aller Zeiten, König Benjamin war einer der beliebtesten Monarchen und Moroni einer der geschicktesten Heerführer.

Die Mormonen glauben, dass die Inka-Kultur in Süd-Amerika mit derjenigen der Nephiten identisch ist.

Christus erschien gemäss dem Buch Mormon den übrig gebliebenen Nephiten nach Seiner Auferstehung in Amerika. Er predigte ihnen und tat Gutes unter ihnen. Nachdem er sich zwölf Jünger ausgesucht und Vorkehrungen für die Gründung seiner Kirche getroffen hatte, fuhr er von Ihnen in den Himmel auf.

Der Engel Moroni

Nachdem der Prophet Mormon die Aufzeichnungen beendet hatte, übergab er den Bericht an seinen Sohn Moroni, welcher noch ein paar Worte dazuschrieb und dann die Messing-Platten in einer Art Steinsarg verbarg.

Am 21. September 1823 erschien derselbe Moroni als auferstandenes, verherrlichtes Wesen dem Joseph Smith und informierte ihn über die Platten und dessen geplanter Übersetzung in die englische Sprache. Mit der Hilfe Gottes konnte Joseph Smith die Platten zusammen mit anderen übersetzen und legte damit den Grundstein einer Bewegung, die ebendiese biblische Lebensanschauung und Frömmigkeit übernommen hat und sie auch bewahrt.

Die wahre Botschaft des Buches Mormon ist nicht etwa die Vermittlung von Lehrmeinungen, sondern vielmehr die Bewahrung der religiösen Lebensanschauung der damaligen Zeit. Es will den Leser von der Existenz Gottes zu überzeugen und die Gewissheit vermitteln, dass Jesus Christus der Heiland, der verheissene Christus ist.

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Die Engel Moroni Statue
kurz vor der Montage auf dem Swiss Temple.