Feedback

Dies Feedback zu nennen, wäre sicherlich eine Übertreibung. Aber der Kollege Reinhard Kowalewsky von Capital erwähnt unser Buch in seinem Portrait von Léo Apotheker. Danke!

Die "Matrix" hat mehrere Erzählstränge: der Erfolg von SAP, die  Entwicklung der betrieblichen Software, die Informatisierung der Wirtschaft, ihre Auswirkung auf die Globalisierung und wie Unternehmen und Politik damit umgehen sollten. Jens Hartmann beschränkt sich in seiner Besprechung in der Welt am Sonntag hauptsächlich auf unsere Darstellung der Erfolgsgeschichte SAP. Und sein Urteil ist gemischt:  "Herausgekommen ist kein Wirtschaftskrimi, sondern ein manchmal spannendes, bisweilen jedoch, wenn es um die SAP-Welt mit all den  Abkürzungen wie CRM, ERP und SCM geht, kühles Porträt eines Unternehmens, das den globalen Wirtschaftskreislauf zusammenhalten hilft." Uns hätte auch interessiert, was er von den anderen Themen und Thesen unseres Buches hält. Zur Besprechung abgebildet wurde in der Print-WamS übrigens der Titel "Gemeinkosten-Controlling mit SAP: Lösungswege für die tägliche Arbeit mit SAP CO, SAP BW und SAP SEM-BPS". Ganz so schlimm haben wir es nun wirklich nicht getrieben....

“Was unterscheidet einen Firmenchef von einem Piloten? Der Chef schaut zurück, in die Bilanz des Vorjahres, und trifft seine Entscheidungen auf deren Grundlage. Der Pilot schaut nach vorne und entscheidet dann. Die Zukunft, das prophezeien zumindest Ludwig Siegele und Joachim Zepelin in ihrem neuen Buch, gehört Chefs, die ihr Unternehmen steuern wie einen modernen Jet: vorwärts, nicht rückwärtsgewandt”, schreiben die Stuttgarter Nachrichten in ihrer kurzen Besprechung der Matrix.

Wie ein Computerprogramm die Welt verändert hat, darüber hat Susanne Brunner mit Joachim Zepelin im Schweizer Radio DRS ein halbstündiges “Tagesgespräch” geführt. Es ist auf der Webseite des Senders zu hören -- und zwar hier.

Auf die historische Brücke, die wir in der „Matrix“ von der doppelten Buchführung zur Informationstechnologie in die Unternehmensführung schlagen, weist Astrid Maier ihrer Besprechung im manager-magazin (März-Heft) hin. Die Matrix sei aber nicht nur einer Beschreibung dieser „Dialektik zwischen Kapitalismus und SAPitalismus”, sondern eine mit “Enthüllungen und persönlichen Einblicken gespickte Unternehmensgeschichte der SAP“.

Helge Sanden, der auf dem Sozialen Netzwerk XING das größte Diskussionsforum zum Thema SAP moderiert, schreibt in seinem Rundbrief an die rund 18000 Mitglieder: “Spannend wie ein Krimi erzählen Ludwig Siegele und Joachim Zepelin die Geschichte der SAP: von der Gründung des Unternehmens, über die Ursachen für den weltweiten Erfolg, über technische Herausforderungen und Produkte und über die Folgen der Globalisierung für SAP. Hochaktuell beleuchten die beiden Journalisten auch die Auswirkungen der Finanzkrise auf die Informationstechnologie und stellen uns den neuen Vorstandsvorsitzenden Léo Apotheker vor.” 

Die beiden Autoren Ludwig Siegele und Joachim Zepelin zeichnen in ihrem Buch die Firmengeschichte von SAP nach. "Langweilig", werden Sie vielleicht sagen. Aber: Wer das Buch liest, lernt nicht nur die wichtigsten Stationen von SAP auf dem Weg nach oben kennen, sondern der erfährt auch, dass SAP eine entscheidende Rolle bei der Neuordnung des Weltwirtschaftssystems spielt”, meint Claudia Wehrle in ihrer Besprechung für den Hessischen Rundfunk. Ihr Fazit: “Das Buch ist spannend geschrieben. Und es macht nachdenklich.”

“Beginnend mit dem Start der deutschen Softwareschmiede bis hin zu den überraschenden Erfolgen der TSG Hoffenheim spannen die Autoren eine immer lesenswerte, spannende Wirtschaftshistorie rund um die Walldorfer Software-Schmiede”, schreibt Thomas Blatter in der ersten Kundenrezension auf Amazon.de. Besonders gefällt ihm, “dass es beiden Autoren immer wieder gelingt SAP im Kontext der voranschreitenden Globalisierung zu beschreiben und die Meilensteine in der Firmengeschichte mit Meilensteilen in der globalen IT-Historie zu verknüpfen.”  Sein Urteil: “Absolut empfehlenswert!”

“Siegele und Zepelin haben eine originelle, in der Bundesrepublik seltene Perspektive gewählt: Sie blicken von einem der wichtigsten Unternehmen – SAP – aus auf die Stellung und Chancen Deutschlands in einer globalisierten Welt”, urteilt Thomas Hanke in seiner Besprechung im Handelsblatt. “Mit ihrem Buch beweisen sie, dass auch in Deutschland Wirtschaftsbücher geschrieben werden, die sich nicht spröde wie ein Gang durchs Archiv lesen.”

In der Neuen Zürcher Zeitung schreibt Stefan Betschon über die Matrix: “SAP wurde in einem Buch von Gerd Meissner (1997) auch schon als «heimliche Software-Macht» beschrieben. Inzwischen ist der Name der deutschen Firma rund um die Welt gut eingeführt, die Walldorfer Erfolgsgeschichte liefert immer wieder Stoff für Analysen, jüngst hat sich etwa Timo Leimbach in den «Annals of the History of Computing» (Vol. 30/4, Dec. 2008) damit beschäftigt. Von all diesen Schilderungen der SAP-Historie unterscheidet sich das vorliegende Buch dadurch, dass hier nicht nur das Unternehmen und seine Software kenntnisreich vorgestellt werden, sondern dass darüber hinaus auch nach den Auswirkungen gefragt wird, die diese betriebswirtschaftliche Software auf die Wirtschaft haben könnte.”

Der Rheinische Merkur kommentiert: “Die beiden Journalisten haben ein Porträt über die Firma geschrieben, die neben ihrem Engagement für die Hoffenheimer Fußballmannschaft ja auch noch für Computerprogramme bekannt ist. Man möchte meinen, es handele sich um trockene Firmenhistorie, aber weit gefehlt. Die Autoren erzählen spannend und aufschlussreich vom Weg des einst kleinen Unternehmens zum viertgrößten Softwarehersteller der Welt.”

Auf Amazon ist ein kleiner Streit über die Matrix ausgebrochen, der zeigt, zu welchen unterschiedlichen Urteilen Leser kommen können. “Allerdings insgesamt enttäuscht das Buch doch. Denn die einzelnen Kapitel wollen einfach kein Rundes Ganzes geben. Einerseits wird die Geschichte von SAP und der Werdegang der Walldörfer geschildert, andererseits will das Buch aber Erklärungen liefern für die generelle Dynamik der IT Branche. Und genau da merkt man den Autoren an, daß sie nicht wirklich etwas von der Branche verstehen”, kommentiert Stephan Haux aus Speyer. Darauf reagiert floone: “Ich muss meinem Vorredner leider widersprechen. Das Buch ist in der Tat ein gelungenes Ganzes. Es ist einfach geschrieben, was man vielleicht nicht sofort erwarten würde. Komplexe Zusammenhänge werden ebenso leicht und verständlich erklärt, wie freme Begriffe und man kann leicht nach voll ziehen was die Autoren damit meinen. Meiner Meinung nach, haben die Autoren den Zusammenhang zwischen ‘SAP’ und dem ‘globalen Kapitalismus’ sehr gut in Szene gesetzt.”

Matthias Becker setzt sich in der Wochenzeitung Der Freitag kritisch mit unserem Buch auseinander: “Neuer globaler Kapitalismus, der Untertitel des Buches, bleibt dennoch ein Pleonasmus. Der Weltmarkt gehörte von Anfang an zur kapitalistischen Produktionsweise. Nur verbreitet die sich über die Welt mit einer Gewalt und Geschwindigkeit, von der den Zeitgenossen schwindlig wird”, schreibt er im Kulturressort. Und weiter: Der Glaube, eben sei eine neue Epoche angebrochen, gehört dazu. Insofern leidet das Buch unter der journalistischen Herangehensweise. Zum historischen Bogen von der Renaissance ins 21. Jahrhundert hätte die große Fabrik, der Taylorismus und die Automatisierung der Büroarbeit gehört. Völlig wolkig ist ihr Ausblick, in dem sie Internetanwendungen und Technologien als cloud computing zusammenfassen.” Darauf mussten wir natürlich mit einer Kritik der Kritik reagieren - und zwar in unserem Blog.

“Während man allerhand Interna und Einschätzungen aus der SAP-Historie sowie das Aufzeigen einiger Zukunftsperspektiven nicht missen möchte, so beweist doch gerade der Beginn, dass man bei solcher Art von Büchern als Leser immer zu spät dran ist”, schreibt Dominik Troger in Monitor, einem Magazin for Informationstechnology und fährt fort: “So wird im Prolog am Herbstmeistertitel des Deutschen Bundesligaklubs Hoffenheim - finanziert vom SAP-Gründer (!) Dietmar Hopp -  die Quintessenz des Erfolges von SAP porträtiert. Doch während diese Zeilen geschrieben werden, ist der Herbstmeistertitel schon Geschichte - und Hoffenheim eilt von Niederlage zu Niederlage. Die Metaphorik des Prologes bedürfte also eines erläuternden Nachworts, für das nun jeder Leser selbst zu sorgen hat.” Wo er recht hat, hat er recht.

Leichte Zweifel meldet Stefan Krempl im Mai-Heft des Computermagazins c’t an unserem “gedanklichen Überbau” an, der für ihn der “Berschreibung einer die Wirtschaft 'vergeistigenden' Matrix im wolkigen Cloud Computing mündet”. Aber wer das nicht mittragen will, schreibt er, “erhält zumindest einen gut lesbaren, komplexe Zusammenhänge eröffnenden Einblick in fast 40 Jahre Computergeschichte”. Ernüchternd findet er die Schilderung von Graben- und Kulturkämpfen zwischen den SAP-Entwicklungsstätten: “Auch ein Konzern, der die Globalisierung vorantreibt, muss intern selbst noch eine Antwort darauf finden.”

Der Hamburger Informatik-Professor Rolf Arno findet sich in der Matrix wieder, aber zu wenig Kritik: „Ein sehr kurzweiliges und kenntnisreich geschriebenes Buch über die SAP-Story, die über eine Firmenhistorie hinausgeht und gut verdeutlicht, wie die IT – in diesem Fall SAP – in Wechselwirkung zum Aufbau des marktradikalen Kapitalismus steht. Die zentrale These des Buches – die Dialektik von Technik und betrieblicher Organisation – ist deckungsgleich mit dem Ansatz der Mikropolis-Sichtweise. Kritikpunkt: Offensichtlich sind die Autoren gut bekannt mit dem SAP-Establishment, deswegen fallen kritische Anmerkungen wenn überhaupt, eher dünn aus”, schreibt er auf der Webseite mikropolis.

Der Blog Ressourcen rebellieren kritisiert die Matrix von links: “Siegele/Zepelin haben eine Firmengeschichte der SAP geschrieben, mit Schwerpunkt auf den Führungsfiguren. Ihr Buch enttäuscht aber analytisch, von kritischer Distanz ist nichts zu spüren. Dass sich mit Industriemethoden an der verlängerten Werkbank keine gute Software entwickeln lässt und deshalb Zulieferungen aus Indien nachgearbeitet werden müssen, solche Gedanken haben in dem Buch keinen Platz.”

“Viel vorgenommen haben sich die Journalisten Siegele und Zepelin: Das Autorenpaar will zeigen, inwieweit die Informationstechnologie Wirtschaft und Gesellschaft verändert hat und weiter verändern wird,” schreibt GetAbstract, der weltweit führende Dienst für Zusammenfassungen von Wirtschaftsbüchern in Deutsch und Englisch. Sein Fazit:  “Ein hervorragendes Buch, meint getAbstract und empfiehlt es allen Technikbegeisterten, Softwareanwendern, Entwicklern und Entscheidern, die gerne auch mal hinter den Monitor schauen.”

“Noch spannender als der historische Exkurs sind die Ausführungen der Autoren dazu, warum Software and SAP die Globalisierung in der heutigen Form überhaupt erst ermöglicht hat. Für Insider eine spannende Zusammenfassung bekannter Entwicklungen. Für Leute, die mit der IT sonst nicht viel am Hut haben ein Augenöffner. Also: Verschenken! Damit Familie und Freunde mal verstehen, wie spannend die IT-Welt sein kann”, kommentierte die Fachzeitschrift Wirtschaftsinformatik und Management.

Ein weiterer Kommentar auf Amazon: “Dieses Buch schafft etwas, was nur wenigen Autoren gelingt. Normalerweise habe ich bei Artikeln in der Fachpresse über die SAP immer ein Gefühl wie "okay, das stimmt vielleicht weitgehend, aber man merkt an Terminologie und Gewichtung des Beschriebenen, daß der Autor extern ist". Bei diesem Buch ist das anders. Es liest sich in der Tat, als ob es von jemandem geschrieben wurde, der unmittelbar dabei war. Dies sowohl in der Auswahl und Gewichtung der geschilderten Ereignisse als auch in der Wortwahl. Ich als SAPler habe mich da wirklich drin wiedergefunden.”

“Siegele und Zepelin gelingt in ihrer Darstellung der SAP-Geschichte mit all ihren Begleitumständen ein Blick in die Vergangenheit, frei von Bits und Bytes, der die Entwicklungen in Beziehung zum gesellschaftilchen und wirtschaftlichen Geschehen setzt”, schreibt Buxton Ima in der Computerwoche. “Auch schwierige Themen wie der Weggang des Vorstandes und Plattner-Ziehsohnes Shai Agassi 2007 oder der turbulenten Betriebsratsgründung 2006 nehmen Siegele und Zepelin sich an. In zweieinhalb Jahren haben die Autoren mit 50 Mitarbeitern von SAP gesprochen, darunter der gesamten Führungsebene, und haben langjährige Erfahrung als Technologie-Korrespondenten, was der Tiefgründigkeit und Lesbarkeit des Buches zu Gute kommt.”

Das E3-Magazin, eine Fachzeitschrift für SAP-Kunden, beleuchtet die Matrix von zwei Seiten. “Ludwig Siegele und Joachim Zepelin haben mit dem Buch ‘Matrix der Welt’ ein kurzweiliges und gut recherchiertes Druckwerk geschaffen, das mir viele Denkanstöße gegeben hat. Ich kann es empfehlen”, schreibt Heinz Hartinger, Chairman der SAP Area Central & Eastern Europe. Ganz anders sieht das Peter Färbinger, Chefredakteur der Publikation: “‘Matrix der Welt’ eine Pflichtlektüre, weil es die Denkweise des SAP-Marketing und der Kommunikationsabteilung zeigt, aber ein schlechtes Buch, weil es die Bedeutung und Rolle der Bestandskunden, der DSAG e. V. und der SAP-Partner fast verschweigt.

“Ein gutes Wirtschaftsbuch liefert im besten Fall einen neuen, ungewohnten Blick auf die Welt, in der wir leben. Und auf die Welt, in der wir leben werden”, meint Michael Prellberg in der Financial Times Deutschland (dem Arbeitgeber von Joachim Zepelin). “Das ist das Thema von Ludwig Siegele und FTD-Redakteur Joachim Zepelin in "Matrix der Welt". Am Beispiel des Softwarekonzerns SAP zeigen sie, wie neue technologische Optionen das Leben verändern.”

Ein breiteres Lesepublikum erreichen Bücher über die Geschichte von Unternehmen meistens nicht, schreibt Dagmar Deckstein in der Süddeutschen Zeitung. Das

genau aber sei der “Matrix der Welt” zu wünschen: Die Autoren “haben einen faszinierenden, ganzheitlichen Ansatz gefunden, um nicht nur die 37-jährige Erfolgsgeschichte des heutigen Weltmarktführers für Unternehmenssoftware nachzuzeichnen. Es gelingt ihnen gleichzeitig, die 1972 im badischen Walldorf entwickelte IT-Innovation von fünf jungen Mathematikern und Ingenieuren als Motor für ganz neue Möglichkeiten der Unternehmenssteuerung, der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit und damit für die Globalisierung zu interpretieren.”