„Kompliment für Ihre Arbeit, ist wirklich sehr erfrischend zu lesen!!!!“
„Kompliment für Ihre Arbeit, ist wirklich sehr erfrischend zu lesen!!!!“
WinklerWorte
Der Erwerbslose L.K. nimmt an einer Maßnahme "Perspektive 50 plus" der AWO Kreis Neuwied teil. Tag für Tag findet er neue Belege dafür, dass das System, vertreten durch die Arbeiterwohlfahrt Neuwied, sich diesen Kurs bloß ausgedacht hat, um ihn gleichermaßen abzuspeisen wie zu verhöhnen. Es naht der Freitag, 17. Oktober 2008:
"Die Coacherin teilt uns noch ein Schriftstück aus, welches ein Herr Gerhard Winkler verfasst hatte (www.jova-nova.com), genannt „Zwischen den Jobs-ein Motivationsblatt für Menschen, die sich verändern“, über dessen Schreibstil, der mich an jemand, der extremst mit Koks „abgefüllt“ ist, erinnert, lässt sich bestimmt diskutieren, aber ein Satz ist mir übelst aufgestoßen, ich zitiere: Ich hadere nicht mit Managern, Mächten oder dem System. Wie bitte ??? Da wird den Arbeitslosen somit unterschwellig vermittelt, um es mal unverblümt auszudrücken, sie sollten gefälligst die Schnauze halten und froh sein, die „Herrenmenschen“ werden es schon richten, oder ? Am Ende werden uns die ersten „Coaching-Gesprächstermine“ mitgeteilt."
Aus: JobPerspektive 50plus Tagebuch einer sinnlosen Maßnahme bei der AWO Teil IV
http://www.elo-forum.net/hartz-iv/hartz-iv/-200811162050.html
- Falls Sie mit 50 plus an einer Maßnahme zur beruflichen Integration teilnehmen und sich um so vieles kompetenter vorkommen als Ihre Job-Coachs und um so viel klüger als das System, das Ihnen dieses Training bezahlt: Warum sitzen Sie dann hinten? Warum stehen Sie nicht vorn? Es gibt für Sie keine Veränderung ohne die demütige Annahme, dass Veränderung zuerst bei Ihnen selbst anfängt und ohne die Erkenntnis, dass Veränderung erst möglich ist, wenn Sie es aushalten, sich selbst in die Augen zu sehen.
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MOTIVATIONSBLATT
FÜR MENSCHEN, DIE SICH VERÄNDERN
1 – Ich handle als Profi.
Ich vermarkte mich selbst. Dazu erkunde ich die Jobmärkte. Bestimme meine Vermarktungschancen. Feile an meinem Angebot.
2 – Ich mache mobil.
Ich gehe Tag für Tag den Jobs entgegen. Suche das Gespräch. Spüre Gelegenheiten auf. Reagiere schnell. Handle aus innerem Antrieb.
3 – Ich bleibe gleichmütig.
Ich hüte mich vor Schuldzuweisungen. Hadere nicht mit Managern, Mächten oder dem System. Nehme Jobverlust nicht persönlich.
4 – Ich bleibe nicht stehen.
Ich bleibe nicht der Vergangenheit verhaftet. Ich akzeptiere, dass die Welt sich wandelt. Schaue strikt nach vorn. Rüste mich für die Zukunft.
5 – Ich arbeite an mir.
Ich suche Rat von Leuten, die sich auf positive Veränderungen verstehen. Fordere mich selbst, auch wenn mich sonst keiner fordert. Zwinge mich. stetig zu lernen.
6 – Ich bleibe im positiven Bereich.
Ich meide den, der mich schwächt und der meinen Zielen fernsteht. Halte mich an den, der mich bestärkt. Lerne, anderen und mir selbst Mut zu machen.
7 – Ich nehme mich in die Pflicht.
Ich bin aktuell ohne Arbeit. Das bedeutet für mich, ich mache einen Zeitvertrag mit mir selbst und verpflichte mich selbst, mich in Arbeit zu bringen.
8 – Ich schaue weiter.
Ich bin in diesen Tagen vom beruflichen Alltag befreit. Darum kann ich aufschauen. Über meinen Horizont hinaus blicken. Und mich mit dem Erwartungshorizont von Leuten beschäftigen, die Mitarbeiter suchen.
9 – Ich bleibe dran.
Ich handle beharrlich. Präsentiere mein Leistungsangebot. Stelle meine Fragen. Lasse nicht nach. Lasse mich von nichts und niemand entmutigen.
10 – Ich mache mir nichts vor.
Ich beschönige keine Schwächen und erkenne meine Stärken. Kalkuliere meine Chancen. Lasse mir nichts ausreden. Lasse mir meine Jobchancen nicht schlecht reden.
Montag, 17. November 2008
Wie bitte